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Seit siebzig Jahren geht die Zeit spurlos am «Spaghetti-Stuhl» vorbei. Seine Form ist makellos, seine Funktion eine Frage der Bekleidung.
Manuel Müller

Der als «Spaghetti-Stuhl» bekannte Altorfer-Liegestuhl ist seit siebzig Jahren ein Schweizer Designklassiker. (Bild: PD)

Ein Stuhl, der unbequem ist und verunstaltet – der würde nie produziert oder bald abgesetzt. Wer will schon eine Sitzgelegenheit, die mit der Zeit drückt und zwickt und am Sitzenden Spuren hinterlässt? Ein solcher Stuhl wurde – ein internationaler Erfolg. Ein Verkaufsschlager. Ein klassisches Designobjekt sogar.

Dieses Kunststück gelingt dem «Spaghetti-Stuhl». Seit nunmehr siebzig Jahren ist das Gartenmöbel des Schweizer Herstellers Embru ein bisschen unbequem. Leicht bekleideten Sonnenanbetern beschert er rote Striemen quer über Rücken, Gesäss und Beine. Die schmalen, farbigen Plasticschnüre – die «Spaghetti» – hinterlassen unweigerlich Abdrücke. Und diese erinnern wiederum an – Spaghetti. Die halbe Nacktheit ist rot-weiss gestreift, noch bevor aus Sonnenbad Sonnenbrand werden kann.

Die Krux des Kissens

Angesichts des «Spaghetti-Stuhls» gilt, zumindest für einmal: Function follows form. Im Zweifelsfall muss das Zweckmässige der Ästhetik weichen. Für grossartiges Design geht man Kompromisse ein – auch in einer Zeit, die Komfort grossschreibt. Oder anders: Schönheit muss gelitten haben.

Die Alternativen sind aber auch zugegebenermassen überschaubar. Die Welt zeitlos-klassischer Gartenmöbel ist nicht all zu gross: Von Rattan bis Hartplastic gibt es unzählige «bequeme» oder «zweckmässige» Geschmacksverirrungen. Dann lieber etwas Komfort einbüssen, mit niedlicher Verunstaltung leben und etwas anziehen. Dann sind die Kordeln kein Problem, und der Stuhl wird himmlisch angenehm: Hier gibt er etwas nach, da kommt er entgegen, dort wippt er leicht mit.

Von Max Bill ausgezeichnete «gute Form»

Der Altorfer-Liegestuhl, so der offizielle Name des «Spaghetti-Stuhls», ist nicht zuletzt ein Paradebeispiel des Swiss Design. Er ist im besten Sinne schlicht, nüchtern, schnörkellos: Gute Form verstanden als zeitloses, klassisches Design. Er erinnert an eine Glanzzeit des schweizerischen Industriedesigns: In der Nachkriegszeit traten nicht nur Schrifttypen wie die Helvetica ihren internationalen Siegeszug an. Auch mittelständische Unternehmen verzeichneten mit durchdachten, zeitlosen Produkten wie etwa Fellers Wippenschalter Erfolge.

Zu dieser Tradition gehört das fast schwebende, halb durchsichtige und unverkennbare Möbel aus dem Zürcher Oberland. Fällt einem das mit farbiger Plasticschnur bespannte Rohrgestell einmal ins Auge, entdeckt man es bald überall: In Gärten und auf Terrassen, sogar in Wohnzimmern findet sich der «Altorfer». Bereits 1964 zeichnete Max Bill den «Spaghetti-Stuhl» mit der «guten Form» aus. Kein Zufall also, führt das Museum für Gestaltung Zürich den Liegestuhl in der Sammlung der Designobjekte. Überhaupt führt in der Geschichte des Schweizer Möbeldesigns kein Weg am Hersteller Embru vorbei: In den 1930er Jahren entwarfen internationale Gestalter wie Marcel Breuer, Alvar Aalto und Werner Max Moser für das Traditionsunternehmen.

Ein zeitloses Schweizer Produkt

Seit der «Spaghetti-Stuhl» 1948 von Huldreich Altorfer, dem Sohn des damaligen Embru-Direktors, entworfen wurde, verkaufte sich das Modell dreissigtausend Mal. Bis heute wird die Liege praktisch unverändert hergestellt, nur die Seile sind inzwischen wetterfester, das Rohrgestell rostbeständiger und der Stuhl zusammenklappbar.

Und noch immer wird das Metallgestell in und um Rüti (ZH) gebaut und feuerverzinkt. Die Bespannung erfolgt in einer Justizvollzugsanstalt des Kantons Zürich; in einem der Arbeitsprogramme werden die 160 Meter Kunststoffschnur, die an einem Stuhl verbaut sind, in Handarbeit aufgezogen. Dort liegen sie dann gespannt und warten, unberührt von Jahrzehnten der Witterung, auf ein bisschen nackte Haut.

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